DOCUMENTARY

BERLIN (80s, 90s)

Based on the private collection of the Welcome To The Robots Project. No claim to completeness.

NO WAVE

UNDERGROUND 80s BERLIN-NEW YORK


Der Bankrott als Chance. Als der Regisseur Christoph Dreher Anfang der 80er zum ersten Mal von West-Berlin nach New York reist, sind beide Städte pleite. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich eine Underground-Szene, die einen radikalen Bruch propagiert mit der popkulturellen Öde, die die frühen 70er hinterlassen hatten. Eine wilde und kompromisslose Szene junger Künstler arbeitet interdisziplinär mit Film, Musik, Malerei und Theater. Es beginnt ein einmaliger Austausch zwischen den Subkulturen in New York und Berlin, es entsteht eine der kreativsten und inspirierendsten Kunst- und Musikszenen des späten 20. Jahrhunderts.


ARTE, 2009, 00:52

WILDE JAHRE WEST-BERLIN


Als der Punk nach West-Berlin kommt, versetzt er die kreative Bohemé der Stadt in Aufbruchsstimmung. Fast ist es absurd, Resignation und Aufbruch bedingen einander. Niemand glaubt an die Zukunft, viele denken, dass bald alles vorbei ist. Im Schatten der atomaren Bedrohung, der Umweltzerstörung und der Massenarbeitslosigkeit gibt es Freiräume. No future heißt: Leben im Hier und Heute - so intensiv und radikal es eben geht. Null Bock auf Funktionieren im gesellschaftlichen System, heißt sich Verwirklichen jenseits der bürgerlichen Ideale. Keine Autoritäten zu akzeptieren, führt zu einem enormen Selbstbewusstsein: Wahr ist, was du selber (wahr) machst. Alle sind geniale Dilettanten - also auch wir: We could be heroes...

West-Berlin wird zum Mekka des deutschen Punks und des avantgardistischen Undergrounds. Ein Paradies für Paradiesvögel. Sie brechen Tabus, verabscheuen Konformität und Kommerz, erschaffen den 'Genialen Dilletantismus'. Die Undergroundszene tummelt sich im 'Kumpelnest', im 'SO 36' oder im 'Risiko'. Von hier aus machen sie Kunst. Oder haben einfach nur Spaß. Die wilde Zeit des Undergrounds dauert ein dutzend Jahre von Ende der 70er bis zum Mauerfall - als West-Berlin fast über Nacht verschwindet.

Die Musiker Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten und Wolfgang Müller von 'Die tödliche Doris', die Künstler Salomé, Danielle de Picciotto und Thomas Hornemann, die Modedesignerin Claudia Skoda und der Filmemacher Jörg Buttgereit erzählen von ihrem aufregenden Leben in der Mauerstadt West-Berlin.

Viele Archivaufnahmen und natürlich Punk-Musik vermitteln die melancholische und zugleich schräge, intensive und schöpferische Atmosphäre dieser Zeit, in der sich Punks und die kreative Bohème trotz der stets präsenten Mauer ihre Freiheiten zum Experimentieren und Ausprobieren nahmen.

Ein Film von Margarete Kreuzer.


ARTE, 2015, 00:45

PARTY AUF DEM TODESSTREIFEN


Nach dem Mauerfall entsteht in Berlin eine neue Musikkultur. Techno wird zum Rhythmus der Freiheit. 1989 treffen ost- und westdeutsche Jugendliche in Berlin aufeinander und im Schatten des politischen Umbruches etablieren sie eine neue Kultur - Techno.

Techno verstärkt das Freiheitsgefühl der Wendezeit und nirgends verdichtet sich das Gefühl grenzenloser Möglichkeiten stärker als in Berlin. Im schnellen Rhythmus des Techno verbindet der Film historisches Bildmaterial von Partys und Clubs mit den Erinnerungen von DJs wie Laurent Garnier, Tanith und Marc Redder, Clubbetreibern wie Dimitri Hegemann und Johnnie Stieler, Partygängern und Künstlern. Sie erzählen von der anarchischen Frühphase der Berliner Technoszene und vom Zusammenwachsen Ost-West. Techno ist nicht nur der Soundtrack der Wende, er ist auch der Antrieb für die erste gesamtdeutsche Jugendbewegung.

Dabei ist dies zunächst purer Zufall. Da entsteht diese neue, raue Maschinenmusik, und dann fällt die Mauer. In Ostberlin kollabiert die Verwaltung, die ehemalige Hauptstadt der DDR verwandelt sich in eine "Temporäre Autonome Zone". Plötzlich gibt es all diese Räume zu entdecken: Keller im staubigen Niemandsland des ehemaligen Todesstreifens oder Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Gefeiert wird in leerstehenden Heizkraftwerken und Fabrikhallen und natürlich: illegal.

Kaum Text, dafür Rhythmus - die Musik ist sowohl für die Kids aus dem Osten als auch aus dem Westen komplett neu. Dazu die scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten, die der politische Umbruch bietet. In den Ruinen und Brachen entsteht eine neue Kultur, die zur prägenden Jugendkultur der 1990er Jahre wird. Während sich im Rest der wiedervereinten Bundesrepublik bald der Wendekater einstellt, scheinen in der entstehenden Technoszene für eine Weile Gegensätze nicht mehr zu zählen.

Die Grundlage für den Film ist das Interview-Buch "Der Klang der Familie - Berlin, Techno und die Wende" (Suhrkamp) von Felix Denk und Sven von Thülen.


ARTE, 2014, 00:52

TECHNOCITY BERLIN


Durchgefeierte Wochenenden und lange Studiosessions mit der TB-303: Wir wollen euch erneut eine Techno-Dokumentation ans Herz legen, aber diesmal eine ganz besondere mit dem Titel: „Technocity – Ein Wochenende in der Berliner Szene“. Ob wir uns von dieser Doku namentlich haben inspirieren lassen wissen wir nicht, aber sehenswert ist diese allemal.

Historisch anmutend wirkt diese Produktion des SFB (Sender Freies Berlin) aus dem Jahr 1993, welche sich mit Techno in den 90er Jahren auseinandersetzt. Zu einer Zeit als Bunker, Walfisch und Planet angesagte Clubs waren und die Stars (auch wenn sie sich nicht so sehen wollten) Tanith, Rok, Mijk van Dijk und Marusha hießen.

Holt euch eine Tüte Popcorn und auf gehts in die Anfangstage der Technocity, die typische Szenen auch des heutigen Berlins widerspiegelt und somit nicht an Aktualität verloren hat.


1993, 00:28

SUB BERLIN – THE STORY OF TRESOR


Der Tresor Club in Berlin ist eine der bekanntesten Techno-Institutionen auf unserem Planeten. Die wunderbare Doku von Sub Berlin gibt einen spannenden Einblick in die Anfangszeiten der Berliner Technoszene. Ein schönes Zeitdokument aus den 90er Jahren in der Hauptstadt.

‘SubBerlin’ erzählt die Geschichte des Berliner Techno-Clubs ‘Tresor’ von den Anfängen in der Zeit nach dem Mauerfall bis zu seinem Abriss im Jahr 2005. Nach der Wende schien alles möglich: Niemand wusste, wem welcher Grund und Boden gehört in Ost-Berlin – schon gar nicht auf dem ehemaligen Mauerstreifen. Kulturaktivisten drangen ein in die Tresorräume des längst abgerissenen Kaufhauses Wertheim und schufen einen magischen Ort, an dem sich die Jugend aus Ost- und West-Berlin erstmals zum Feiern traf – bei einer neuen, bis dahin unbekannten Musik.

‘SubBerlin’ zeigt die Entwicklung des Techno zwischen Detroit, Berlin und dem dortigen großen Stern, wo er auf der ‘Love Parade’ endgültig zum Massenphänomen wurde. Der Film ermöglicht Zuschauern, die Techno nicht zu ihrer Lieblingsmusik zählen, interessante Einblicke in eine Szene, die meist nur als Teil einer Party- und Spaß-Generation belächelt wird. Auf dem Portobello-Film-Festival 2008 in London wurde ‘SubBerlin’ mit dem Preis für die beste Musikdokumentation ausgezeichnet. (Quelle: Sevenload)


2009, 01:29

LOVEPARADE

ALS DIE LIEBE TANZEN LERNTE


Die Loveparade hat eine ganze Generation geprägt. Die Bilder gingen um die Welt. 1999 tanzten anderthalb Millionen Menschen auf der Straße des 17. Juni – die größte Party aller Zeiten. So etwas ging nur in Berlin, der Stadt der Freiheit und Freiräume. Der Film erzählt die Geschichte des Berliner "Techno-Woodstocks".

75 Menschen – damit fing es an. Die erste Loveparade im Juli 1989 auf dem Kurfürstendamm, im damals noch geteilten Berlin. Ein Umzug zu schriller lauter Musik von ein paar schrägen Vögeln des West-Berliner Nachtlebens, die die Chuzpe hatten, es als politische Demonstration anzumelden – für "Friede, Freude, Eierkuchen". Was niemand ahnte: Es war die Geburtsstunde der letzten großen Jugendbewegung. Vom Werden und Wachsen des Berliner "Techno-Woodstocks" erzählt der Film. Filmemacher Peter Scholl hat für die Dokumentation noch nie zuvor gesendetes Material zusammengetragen.

Neue Zeit, neue Sounds

Die Geschichte der Loveparade ist auch die Geschichte des Berliner Aufbruchs nach dem Mauerfall: Die neue Zeit und der neue Sound. In leerstehenden Kellern und Fabrikgebäuden öffnen bald weltbekannte Clubs wie der Tresor oder das E-Werk. Techno prägt eine ganze Generation. Ihren Höhepunkt erreicht die Parade 1999, als – immer noch angemeldet als politische Demonstration –  1.5 Millionen Menschen durch Berlin tanzen.

Ein Moment, der Geschichte macht: Die größte Open Air-Disco der Welt

Über den "Ausnahmezustand Loveparade" und die politische Kraft des Gemeinsam-Feierns sprechen u.a. die Erfinder, Dr. Motte und Danielle de Picciotto, Westbam, der in den 90er Jahren zu einem der ersten DJ-Superstars wurde, der Fotograf Tilman Brembs, der den Aufstieg der Parade begleitete und Patricia Pantel, die als Reporterin des SFB live im Fernsehen von der Parade berichtete.

Da war schon längst nicht mehr alles „Friede, Freude, Eierkuchen“: Was als anarchisch-utopische Idee begonnen hatte, war zum Zankapfel geworden. Berlin stritt um den Lärm, die Müllbeseitigung und den Charakter einer "politischen Demonstration"...

"Unsere Momente" erzählt von Augenblicken für die Ewigkeit: Von Tagen, die sich in unser Gedächtnis eingebrannt haben, Ereignissen, die zu Geschichte wurden und uns bis heute prägen. 

Die Reihe "Unsere Momente" holt das Gestern ins Heute. Mit Witz und Wehmut, emotional und mitreißend. Berlin und Brandenburg erzählt sich seine Geschichte. Erinnern heißt Erleben!


RBB, 2020, 01:18

B-MOVIE

LUST & SOUND IN WEST-BERLIN 1979-1989


Ein Essayfilm, der die Westberliner Avantgarde-Szene, die Hausbesetzerszene und noch die Anfänge der frühen Loveparade zu einer Handlungslinie um den Protagonisten Mark Reeder zusammenführt. Er besteht aus dokumentarischem Filmmaterial der 1980er Jahre und wird durch neu gedrehte Szenen in historischer Optik verbunden. Die Premiere fand im Rahmen der Berlinale 2015 in der Sektion „Panorama“ statt. Der Kinostart war am 21. Mai 2015.

Mark Reeder lebt in Manchester, ist Musiknerd, arbeitet in einem Plattenladen und ist Musiker in der Punkszene. Angeregt vom musikalischen Einfluss deutscher Bands wie Kraftwerk, Neu!, Tangerine Dream u. a. zieht er Ende der 70er Jahre nach Westberlin in ein besetztes Haus und taucht in die dortige Avantgarde-, Musik- und Hausbesetzerszene ein. Er lernt wichtige Personen und Bands der Szene der Genialen Dilettanten wie Gudrun Gut, Blixa Bargeld und Die Tödliche Doris kennen. Man sieht ihn beim Feiern in Locations wie dem Risiko, Dschungel und SO36. Reeder wird bei unterschiedlichen Aktivitäten gezeigt, bei der Arbeit als Tontechniker für Mania D bzw. Malaria!, für Die Toten Hosen, als Synchronsprecher für Pornofilme, als Schauspieler für Jörg Buttgereits Splatterfilme – wofür Reeder sein Uniformfetisch zugutekommt, als Musiker (u. a. in der New-Wave-Band Shark Vegas) sowie als Szene-Fernsehjournalist für einen britischen Sender. Später holt er Nick Cave nach Westberlin und organisiert ein Tote-Hosen-Konzert im Rahmen einer Blues-Messe in Ostberlin. Am Ende sind die erste Loveparade und WestBam zu sehen, Mark Reeder tritt als Inhaber des Labels MFS auf, das elektronische Musik veröffentlicht.

Der Film bezieht sich also nicht nur auf eine Szene, sondern zeigt die popkulturelle Entwicklung von New Wave und anderen (elektronischen) Stilen der 80er Jahre bis zum Techno. Dabei kommen bestimmte Szenen im Film nicht vor wie z. B. die Entwicklungen von Disco und Hi-NRG, weil kein Filmmaterial aus diesen Bereichen verfügbar war.


2015, 01:32

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